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06.08.2018 14:58
von Dr. Beate Kummer
(Kommentare: 1)

Nichts hat in den letzten Jahren die Medienvertreter mehr beschäftigt als die Energiewende und die Flüchtlingskrise. Jetzt wird es Zeit zu begreifen, dass alles miteinander zusammenhängt. Die Energiewende ist um eine „Ressourcenwende“ zu erweitern und es wird Zeit sich darauf einzustellen, dass die Flüchtlingskrise noch schlimmere Auswirkungen haben wird, wenn wir den Umgang mit Ressourcen nicht endlich nachhaltig gestalten.

Anlass meiner Ausführungen ist, dass der Welterschöpfungstag in 2018 bereits am 1. August ist. Wissenschaftler können kalkulieren, wann die Ressourcen verbraucht sind, die innerhalb eines Jahres auch wieder nachwachsen könnten, also nachhaltig verfügbar sind. 1970 war es rechnerisch erst Ende Dezember so weit, im Jahr 2000 bereits im September. Inzwischen wirtschaftet die Weltbevölkerung nach Angaben von Global Footprint, als hätte sie 1,7 Erden zur Verfügung. In die Kalkulationen wird der Verbrauch von Rohstoffen wie Böden, Metalle, Holz  und in der Zwischenzeit auch der CO2-Ausstoß einberechnet. Die Biokapazität der Erde beträgt laut WWF (World Wide Fund For Nature) pro Jahr 1,7 Globale Hektar pro Person (gha). Jeder Mensch verbraucht im Schnitt allerdings 3,3 gha pro Jahr. Diesen Verbrauch nennt man auch ökologischer Fußabdruck. Für den Rest des Jahres leben wir im wahrsten Sinne des Wortes auf Kredit und verbrauchen damit die Lebensgrundlage nachfolgender Generationen. Den größten Rohstoffhunger haben die reichsten Länder der Welt: Sie verbrauchen im Schnitt zehnmal so viele Ressourcen wie die ärmsten Staaten und doppelt so viel wie der globale Durchschnitt. Jeder Europäer nutzte im Jahr 2010 im Schnitt 20 Tonnen Rohstoffe im Jahr, in den USA waren es pro Kopf sogar 25 Tonnen. Zum Vergleich: In Afrika liegt der Wert bei drei Tonnen pro Einwohner und Jahr.

Am meisten betroffen von der Verknappung von Lebensmitteln, Wasser oder Böden sind heute schon die ärmsten Regionen der Erde und dies wird sich noch verschärfen. Zahlreiche afrikanische Länder werden ausgebeutet, Rohstoffe werden exportiert, um den „Hunger“ der Industrienationen zu stillen. Die Wertschöpfung der Rohstoffausbeutung wird zumeist nicht in den Ländern selbst erzielt sondern in den reicheren Zielländern. Die einheimische Bevölkerung bleibt zurück: hungernd, durstig, arbeitslos und ohne jede Zukunftsperspektive. Der oftmals einzige Ausweg bleibt die Flucht Richtung Norden nach Europa, wo das vermeintliche Paradies liegt mit ausreichend Arbeitsplätzen, Wasser und der Basis für eine Lebensgrundlage.  Fluchtbewegungen als Ursache von Hunger, Durst und Ausbeutung werden deshalb in den nächsten Jahren zunehmen.

Deshalb ist es wichtiger denn je, endlich eine Ressourcenwende einzuleiten. Die Energiewende hat fossile Energien im Fokus, wir müssen nun begreifen, dass nicht nur fossile Energien endlich sind, auch Metalle, Böden, Sand, Tiere, Wasser etc. stehen nur in begrenztem Umfang zur Verfügung. Hierzu sind politische und regulatorische Maßnahmen sowie geändertes Verhalten notwendig. Neben freiwilligen Selbstverpflichtungen jedes Einzelnen –z.B. Abfälle vermeiden, Lebensmittelverschwendung eindämmen, Fahrrad statt Auto nutzen - müssen gesetzgeberische Maßnahmen ergriffen werden, wie z.B. ein Ressourcenschutzgesetz zu erlassen, um die Rohstoffverschwendung einzudämmen. Hier ist Kreativität gefragt und wir rufen dazu auf, Vorschläge für Maßnahmen zu machen.

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Kommentar von Gabriele Neumann |

Du sprichst mir aus dem Herzen, Beate, sehr guter Beitrag, vielen Dank.

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