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Weltüberlastungstag am 3. Mai -Ist die Erde nicht schon genug ausgebeutet?-

von (Kommentare: 1)

Jedes Jahr erwarten Experten mit großer Sorge die Veröffentlichung des neuen Zeitpunkts des Weltüberlastungstags. Es mutet seltsam an, wenn nun klar ist, dass dieser in diesem Jahr schon am 3. Mail stattfindet. Der „Earth Overshoot Day“ wie er im Englischen heißt, steht symbolisch für den Tag im Jahr1, an dem die Menschheit ihre natürlichen Ressourcen aufgebraucht hat - für den Rest des Jahres lebt sie quasi auf Pump. Und das schon Anfang Mai? 1971 war dieser Tag am 21. Dezember, 1990 noch am 7. Dezember, in 2000 am 1. November, 2010 dann bereits am 21. August.

Doch interessiert dies heute angesichts der Pandemie jemanden? Haben wir derzeit nicht ganz andere Sorgen? Ja, es muss von essentiellem Interesse sein. Auf der nördlichen Halbkugel gibt es nicht viele Staaten, in denen Ressourcenkrisen schon spürbar sind. Derzeit haben wir mehr das Gefühl, dass manche fossile Ressourcen (wie z.B. Erdöl) im großen Überfluss vorhanden sind, jedenfalls ist der Ölpreis im freien Fall. Auf der südlichen Halbkugel jedoch in vielen afrikanischen und asiatischen Staaten kämpfen die Menschen heute schon tagtäglich ums nackte Überleben, was eng mit der Ausbeutung der Erde zusammen hängt.

Natürlich haben Menschen immer schon natürliche Ressourcen verbraucht, um Städte und Straßen zu bauen, um Nahrungsmittel zu gewinnen oder Luxusprodukte herzustellen. Schon Mitte der 70er Jahre hat nach Darstellung des Global Footprint Network die Menschheit eine kritische Grenze überschritten: Die Nachfrage an natürlichen Ressourcen habe die globale Kapazität zur Reproduktion und zum Angebot neuer Ressourcen überstiegen. Wissenschaftler warnen seitdem vor zu hohem Ressourcenverbrauch. Die Nachfrage an erneuerbaren ökologischen Ressourcen und Dienstleistungen entspreche der Kapazität von anderthalb Erden und steigt immer schneller an angetrieben durch wachsenden Konsum und Bevölkerungswachstum. Bei gleichbleibender Entwicklung würden bis 2050 jährlich Ressourcen zweier Planeten beansprucht werden. Zahlreiche Indikatoren sind charakteristisch für den Weltüberlastungstag: Treibhauseffekt durch Klimagase, die schneller erzeugt werden als von Wäldern und Ozeanen absorbiert und abgebaut zu werden, Abholzung der Wälder (alle 4 Sekunden wird die Fläche eines Fußballfeldes gerodet), Rückgang der Artenvielfalt, Überfischung der Weltmeere, etc.

Viele Maßnahmen sind für jedermann möglich, um den Weltüberlastungstag wieder nach „hinten“ zu verschieben. Anschaulich wurde kürzlich veröffentlicht2, wie und wieviel kg CO2 jährlich eingespart werden kann: Umstieg auf Elektroauto 2010 kg, Verzicht auf Langstreckenflug 1890 kg, Nutzung Ökostrom 1460 kg, Verzicht auf ein Haustier 780 kg, vegetarische Ernährung 520 kg, Absenken Raumtemperatur 140 kg, Recycling 60 kg.

Die Fakten sind also klar, Lösungsansätze sind vorhanden, die Uhr tickt. Die Coronapandemie darf nicht dazu führen, dass Ressourcen- und Klimaschutz an den Rand gedrängt werden. Es muss gelingen, notwendige Aktivitäten für ein Umsteuern in eine nachhaltige Lebensweise gerade wegen der Pandemie genauso intensiv weiter zu verfolgen wie die Bekämpfung des Virus. Lassen Sie uns gemeinsam den Green Deal der EU-Kommission angehen, mehr Recycling anwenden, weniger Fleisch essen und vieles mehr.

 

__________________

1Das jeweilige Datum wird berechnet, indem der globale ökologische Fußabdruck (die menschliche Nachfrage an biologischen Ressourcen innerhalb des betreffenden Jahres) in ein Verhältnis zur gesamten globalen Biokapazität (die Menge der weltweiten Regeneration von biologischen Ressourcen innerhalb desselben Jahres) gesetzt wird; analog wird die jeweilige jährliche Ressourceninanspruchnahme auf eine entsprechende Anzahl Erden hochgerechnet.

2Environment Research Letters, Ivanova, Creutzig u.a.: Quantifying the potential for climate change, mitigation of consumption options, Metastudie unter Berücksichtigung von 53 Einzelstudien.

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Kommentare

Kommentar von Franca |

Eine vegetarische Ernährung ist Kosten- intensiver. 1kg Hack/oder Schweinefleisch kostet genau so viel wie 1 Blumenkohl.
Eine 20km entfernte Zugfahrt , ist teuerer als ein Low Budget Tickets nach Italien.
Die Klassische Autoindustrie soll mal wieder subventioniert werden. So lange staatliche Förderung vorrangig in Gewinn maximierung fließen, wird Otto Normalverbraucher und Lieschen Müller , sich eine ökologische Lebensweise kaum leisten können.

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