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26.03.2018 20:14
von Wiebke Beysiegel
(Kommentare: 0)

Die traditionelle Fleischproduktion zeichnet sich aus durch einen hohen Flächenbedarf und eine immense Treibhausgasproduktion. Viele Menschen entscheiden sich schon heute bewusst für alternative Proteinquellen. Durch das schnelle Bevölkerungswachstum wird unser Proteinbedarf bis 2050 um 50% steigen, mit traditioneller Fleischproduktion wird man den Bedarf kaum decken können. Laut WWF sind heute bereits nahezu 70% aller Treibhausgasemissionen auf unseren Fleischkonsum zurück zu führen. Die Massentierhaltung ist somit eine bedeutende Ursache für den Klimawandel, es besteht dringender Handlungsbedarf. Auch der Flächenbedarf traditioneller Viehhaltung ist immens: der Flächenbedarf zur Deckung des Fleischkonsums für jeden Deutschen beträgt etwa 1000 m² pro Jahr (WWF, 2011).   Insekten haben das Potential, zur nachhaltigen Ernährung beitragen zu können: Es existieren ungefähr 2100 dokumentierte essbare Insektenarten.  Für 2,5 Milliarden Menschen weltweit sind sie bereits Grundlage der täglichen Nahrung, so decken sie in einigen afrikanischen Gemeinden sogar 5 – 10% des täglichen Proteinbedarfs. Seit 2018 sind sie nun in der EU als Nahrungsmittel zugelassen. Mittlerweile können Riegel oder Burger aus Insekten erworben werden, das eigentliche Insekt ist dabei nicht mehr erkennbar.

Die Insektenernährung bietet zahlreiche Vorteile: Insekten haben einen geringeren CO2-Fußabdruck, so produzieren Schweine beispielsweise 10-100 mal mehr Treibhausgase pro kg Körpermasse als Mehlwürmer (FAO). Auch der verzehrbare Anteil der Tiere überzeugt: Sind bei einem Rind nur 40 % des Tieres essbar, sind es bei Grillen 80 %. Der Flächenbedarf für die Produktion von 1 kg Protein aus Mehlwürmern gegenüber Rindfleisch ist ca. 20 mal geringer. Zudem sind Insekten vom Menschen -taxonomisch betrachtet - weiter entfernt als beispielsweise Schweine. Deshalb ist die Möglichkeit, dass eine Krankheit vom Tier auf den Menschen übertragen wird, geringer. Insekten verwerten Futter sehr effizient, da sie Kaltblüter sind. Die Insektenzucht ist daher ressourcenschonend. So können sie 2 kg Futter in 1 kg Masse umwandeln, Rinder benötigen für die gleiche Menge 8 kg Futter. Ein weiterer positiver Effekt ist, dass Insekten effektiv biologischen Abfall wie Kompost abbauen können. Dadurch können Kreisläufe geschlossen werden.

Dennoch scheint es für viele Menschen undenkbar, Insekten in ihre tägliche Ernährung mit auf zu nehmen. Dies ist meist kulturell begründet. Was in vielen asiatischen und afrikanischen Gebieten alltäglich ist, ist in der westlichen Kultur nicht verbreitet. Der Gedanke, Insekten zu essen, erzeugt bei vielen Menschen Ekel.  Doch auch der Forschungsbedarf groß: Welche Komplikationen können sich aus der Massentierhaltung von Insekten ergeben? Eine hohe Anzahl an Lebewesen auf kleiner Fläche führt häufig zu Krankheiten, wie hoch ist dieses Risiko bei Insekten, und erfordert dies eine Antibiotikazugabe, um ein sicheres Nahrungsmittel zu gewährleisten? Welche Insekten können Allergene enthalten? Wie sicher sind Insekten als Nahrungsmittel, wenn biologischer Abfall als Futter verwendet wird? Das Potential von Insekten als Nahrungsquelle ist riesig, erfordert aber ein Umdenken der Menschen in der westlichen Kultur. Aber ist dies realistisch?

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