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„Digitalisierung – Folgen für Umwelt und Ressourcen“

von (Kommentare: 3)

Informations- und Kommunikationstechnologien (IKT) sind aus der heutigen Welt nicht mehr wegzudenken. In den Unternehmen ermöglichen sie unter anderem eine flexiblere, effizientere und computergesteuerte Produktion, aber auch Online-Konferenzen und das Arbeiten im Homeoffice. Und nicht nur in der Industrie, sondern auch in privaten Haushalten finden IKT Anwendung: Streaming, Videotelefonie und Onlineshopping sind nur wenige Beispiele für eine solche Nutzung.

Aufgrund der vielen Vorzüge, die diese Technik bietet, ist es nicht verwunderlich, dass ihre Verbreitung in den letzten Jahren stark zugenommen hat. Allein die Anzahl der weltweit pro Jahr verkauften Smartphones nahm von 2011 bis 2016 um fast eine Milliarde zu: von rund 495 Millionen auf etwa 1.471 Millionen Geräte. Mit wachsenden Verkaufszahlen nimmt jedoch auch der bei der Nutzung erzeugte digitale Datenverkehr zu. Die allein durch sogenannte Wearable Devices, wie Smartwatches oder Bluetooth-Kopfhörer, weltweit generierte gigantische Datenmenge von geschätzten 68 Petabyte pro Monat im Jahr 2017 wird sich bis 2020 fast verfünffachen. Zum Vergleich: Das dauerhafte Streaming eines Liedes in normaler Qualität (96 Kilobit pro Sekunde) von Beginn der christlichen Zeitrechnung an bis heute hätte nicht einmal ein Petabyte verbraucht.

Der enorm gestiegene Datenverkehr geht allerdings mit einem entsprechend zunehmenden Energie- und Ressourcenverbrauch einher - zulasten von Klima und Umwelt. Inzwischen entfallen rund sieben Prozent des globalen Stromverbrauchs auf die IT-Branche. Das entspricht etwa der Menge, die über zwei Drittel aller Kernkraftwerke produzieren. Laut einer Studie der RWTH Aachen werden allein die Rechenzentren bis 2030 einen Anteil von bis zu einem Achtel am globalen Stromverbrauch ausmachen. Besonders energieintensiv ist das Streaming von Videos, das einen Anteil von 80 Prozent am weltweiten Datenverkehr beansprucht. Der dadurch entstandene CO2-Ausstoß von mehr als 300 Millionen Tonnen CO2 im Jahr 2018 entsprach etwa dem von ganz Spanien.

Der massive Einsatz von Digitaltechnologien steigert letztlich aber nicht nur den Energiebedarf, sondern führt auch zu einem höheren Verbrauch von Rohstoffen und anderen Ressourcen. Diese werden häufig unter katastrophalen Arbeitsbedingungen und mit Hilfe umweltschädigender Abbauverfahren gewonnen. Doch die Rodung der Wälder, die Vergiftung der Flüsse, die Ausbeutung von Mensch und Umwelt als Folge des weltweiten Rohstoffabbaus bleiben bei der Diskussion um den „digitalen Wandel“ zumeist unberücksichtigt. Hinzu kommt, dass das Rückgewinnen der Rohstoffe, mit der Ressourcen eingespart werden könnten, meist sehr aufwendig und wirtschaftlich nicht rentabel ist, da die Hardware der IKT oft aus schwer recycelbaren Stoffgemischen besteht. So landen viele wertvolle Rohstoffe nicht in der hochwertigen Verwertung.

Aufgrund dieser zahlreichen Folgen, die mit der zunehmenden Digitalisierung einhergehen, muss einerseits bei den Konsumierenden eine höhere Sensibilität hinsichtlich der mit der IKT-Nutzung verbundenen enormen Ressourcen- und Energieverbräuche erreicht werden. Verbraucherinnen und Verbraucher müssen in die Lage versetzt werden, ihren eigenen „digitalen Konsum“ und dessen Folgen kritisch beurteilen zu können. Andererseits sollte die Entwicklung der Digitalisierung unbedingt von einer umfangreichen Technikfolgenabschätzung begleitet werden. Dabei sind ökologische und soziale Fragen ausreichend zu berücksichtigen, um Schäden für Menschen und Umwelt weitestgehend zu vermeiden und den Nutzen dieser Technologie möglichst der gesamten Bevölkerung zugutekommen zu lassen.

(Weiterführend zu den Folgen der Internetnutzung der Blogbeitrag von Oktober 2019: „Kleine Klicks mit großer Wirkung – Netzkonsum und die Folgen für das Klima“)

Rechnung Datenverbrauch Wearable Devices
Spotify: 40 MB für 1 Stunde Musik Streaming auf normaler Qualität (96 kilobit pro sekunde – kbps)
Quelle: https://www.techbook.de/mobile/datenvolumen-verbrauch-netflix-spotify-apple-music-amazon-video
109 MB = 1 Petabyte
[mit 40 MB ≙ 1 h Musik hören auf Spotify]
109 MB ≙ 25.000.000 h Musik ≈ [/ 24h/Tag] 1.000.000 Tage Musik ≈ [/365Tage/Jahr] 2.800 Jahre Musik
Für 68 Petabyte sind das dann gut 190.000 Jahre Musik
Für 335 Petabyte sind das etwa 940.000 Jahre, also fast 1 Mio. Jahre ein Lied auf Dauerschleife bei Spotify

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Kommentare

Kommentar von Lena K. |

Sehr informativer Beitrag und vor allem das aktuelle Beispiel mit den Streamingdiensten veranschaulichen die immensen Auswirkungen! Vielen Dank!

Kommentar von Daniel Schaal |

Ein sehr informativer Beitrag, der zum Nachdenken anregt!

Kommentar von Simon B. |

Toller Beitrag! Der Energieverbrauch, der nicht auf der eigenen Stromrechnung steht, ist so leicht zu vergessen...
Ich hätte auch schon eine Idee für einen Folgeartikel: Digitalisierung als Chance für den Umweltschutz!

Geschäftsreisen beispielsweise machen etwa 35 % des Flugverkehrs aus. Viele davon ließen sich auch durch Videokonferenzen ersetzen die Corona Beschränkungen haben es uns beigebracht.
Der Anteil an Berufspendlern und das damit verbundene Verkehrsaufkommen könnte mittels Home-Office ebenfalls reduziert werden.

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