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Bromierte Flammschutzmittel – Fluch oder Segen?

von Dr. Beate Kummer (Kommentare: 0)

Flammschutzmittel sind aus vielen alltäglichen Produkten praktisch nicht weg zu denken. Wir finden sie in Laptops, Handys, Textilien, Kabeln oder auch im Spielzeug. Wie der Name schon sagt, werden sie eingesetzt, um die Entflammbarkeit herabzusetzen. Kurzum, sie werden überall dort eingesetzt, wo Flammhemmung gewünscht oder gar vorgeschrieben ist. Die eingesetzten chemischen Stoffe sind komplexe organische Verbindungen, die teilweise heute über verschiedene europäische Regelungen verboten sind, weil sie eben nicht nur eine gewünschte Funktion erfüllen sondern auch umwelt- und gesundheitsgefährdend sind.   Einige sehr weit verbreitete bromierte Flammschutzmittel wie Decabromdiphenylether oder Hexabromocyclododecan (HBCD) wurden ebenso wie polybromierte Diphenylether (PBDE) und polybromierte Biphenyle wegen ihrer „POP-Eigenschaften“ durch die Stockholmer Konvention verboten – mit Übergangsregelungen und Ausnahmen. Die Stockholm Konvention verbietet auf UN-Ebene den Einsatz von persistenten organischen Verbindungen, die überwiegend auch bioakkumulierbar sind. Weil sie eben langlebig und fettlöslich sind, reichern sie sich besonders gerne in fettem Fisch aber auch in fettem humanem Gewebe (Leber, Gehirn) an, wo sie Schäden anrichten können. Die Schäden für Mensch und Umwelt sind teilweise gut untersucht und bewiesen, deshalb werden sie in der Anwendung beschränkt oder komplett verboten.

Für Unternehmen ist es heute eine große Herausforderung, Ersatzstoffe zu finden, um beim Inverkehrbringen Produkte so zu gestalten, damit sie keine Gefahr für Mensch und Umwelt darstellen und trotzdem alle Verbote und Beschränkungen einhalten. Für Verbraucher ist es ebenso schwierig, Produkte mit Gefahrenpotenzial von denen ohne auseinander zu halten. Es empfiehlt sich, europäische Hersteller zu suchen, beim Händler nachzufragen (Konsumentenrecht basierend auf Chemikalienrecht REACh-Verordnung), als Privatperson auf flammhemmende Ausrüstung von Polstermöbel zu verzichten und auf Kennzeichnungen zu achten. Produkte mit z.B. dem österreichischen Umweltzeichen oder dem Blauen Engel dürfen prinzipiell keine schädlichen Chemikalien enthalten. Während alte Erzeugnisse und Produkte noch verbotene oder beschränkte Flammschutzmittel wie Deca-BDE oder HBCD aufweisen können, zeigen Umweltmonitoringdaten (veröffentlicht vom Umweltbundesamt), dass diese Chemikalien und deren Ersatzstoffe wie Deca-bromdiphenylethan in Klärschlamm, Fischen, Böden und vielen andern Kompartimenten nachgewiesen werden. Einkaufen wird dadurch heute zu einer echten Herausforderung.

Nicht einfach ist es zudem derzeit für die Recyclingwirtschaft, die sich auch mit POP-belasteten Produkten auseinander setzen müssen, um die richtige Entsorgung zu wählen. Es sind aufwändige Analysen notwendig und bei positivem Nachweis ist immer eine endgültige Ausschleusung aus dem Wirtschaftskreislauf notwendig, was aber auch gleichzeitig Verlust von Rohstoffen bedeutet. Mehr schadlose Produkte, Ressourcenschonung sowie umweltverträgliche Entsorgung sind wichtige Ziele. Sie werden jedoch begleitet durch den Anspruch an hohes Fachwissen. Deshalb müssen alle Anspruchsgruppen an einem Strang ziehen und zusammen arbeiten. Wer kennt weitere Beispiele von Schadstoffen, die eine zeitlang sinnvolle Funktionen übernommen haben ohne Kenntnis des Gefahrenpotenzials?

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